Der Preisstifter

Polly – Preis für Politische Lyrik

Jörn Sack: Gründe meiner Preisstiftung für den Polly-Preis

Ich habe diesen von der Dotation her bescheidenen Preis im Jahre 2009 aus eigener Initiative zum ersten Mal ausgelobt, weil ich es bedauere, dass die konkrete, welthaltige Lyrik von der jüngeren Generation, vor allem ihren prominenten Vertretern, kaum noch gepflegt wird.

Ich verstehe, dass es schwierig ist, das experimentierende, vielfach zerfaserte, sich neu suchende Formgefühl der Gegenwart mit präzisen gesellschaftspolitischen Aussagen oder selbst nur Beobachtungen zu füllen. Aber ich verstehe die Schwierigkeit als Herausforderung. Und anspruchsvolle Kunst sollte sich den Herausforderungen ihrer Zeit stellen.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Bedeutung des Themas in den Medien ein größeres Echo findet. Aber damit sind wir schon mitten in der Thematik. Worauf reagieren unsere Medien, worauf gehen sie ab, was lassen sie unangerührt liegen, bis…?

Der POLLY“-Preis wurde 2009-2011 jährlich und wird nunmehr alle zwei Jahre (2013, 2015…) von einer dreiköpfigen Jury vergeben. Er ist künftig mit Platzgeldern von 1000, 500 und 250 Euro dotiert.

Die Begleithefte (ab 2015 Zwei-Jahresbücher der politischen Lyrik genannt) können noch beim Verlag edition bodoni bezogen werden.

Die Jury bestehend aus Ann Cotten, Bert Papenfuß und Björn Kuhligk, der hiermit noch einmal herzlich für ihre uneigennützige Arbeit gedankt wird, hat Herbert Laschet Toussaint (HEL) den ersten Preis, René Hamann den zweiten Preis und Achim Wagner den dritten Preis zuerkannt.  Einzelheiten über den Wettbewerb im Begleitheft, das hier noch bezogen werden kann.

Die Jury – Stefan Döring, Katrin Heinau und Tom Schulz – entschied sich diesmal für einen ersten Preis für Clemens Schittko und zwei zweite Preise, die an Susanne Eulers und Marcus Roloff gingen. Danke an alle Beteiligten.

Die Jury – Herbert Laschet-Toussaint, Clemens Schittko (die beiden ersten Preisträger) und Clemens Kuhnert – entschied sich 2011 für: Philipp Günzel (1. Preis), Brigtte Lange (2. Preis) und Thomas Rackwitz (3. Preis). Danke auch in diesem Jahr für die Beteiligung.

Die Jury bildeten Monika Rinck, Kai Pohl und Boris Preckwitz. Sie kürten aus dem Rekordergebnis von 761 Einsendungen als Preisträger Lars-Arvid Brischke (1), Katharina Schultens (2) und Tilo Riedel (3). Allen sei hier für ihre engagierte und genaue Arbeit gedankt.

Die Preisverleihung fand am 6. März 2016 in der Lettretage Berlin statt. Abstimmende Jury waren diesmal das Publikum und das Stimmenergebnis der Briefwahl. Es wurden ein erster Preis – an Frank Norten – und zwei zweite Preise – an Monika Littau und Vinzenz Fengler – vergeben. Allen Beteiligten auch diesmal herzlich Danke.

Aus diesmal „nur“ 216 Einsendungen gingen durch Wahl des Publikums in der Lesung vom 17. November 2017 in der Lettrétage in Berlin-Kreuzberg Karsten Paul als Sieger und ex aequo als zweite Sieger zum einen Monika Litta, Klará Hurkowá und Maria Topali sowie zum anderen Wolf-Dieter Krezdorn hervor. Herzlichen Glückwunsch für die engagierten Texte!